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Fotografie von Mineralien

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Mein Arbeitsplatz: Rechts Stativ und Stackeinheit von "Stonemaster". Kamera mit Balgengerät und Objektiv. Links mein Laptop mit der entsprechenden Software zur Steuerung der Stackeinheit. 2 Kaltlichtlampen mit Schwanenhalslichtleiter für die Ausleuchtung von Mineralien. Der Bildschirm an der Wand dient zur erleichterten Einstellung des Fotoobjekts.

Für die Fotografie von Kleinmineralien benutze ich aktuell eine Olympus E-M5 Mark II mit einem Micro Four Thirds Sensor und einer Auflösung von 16 Megapixel.

In der Vergangenheit habe ich auch mit Voll- und Mittelformatsensoren mit einer Auflösung von 51 Megapixel gearbeitet. Allerdings muss ich hier darauf hinweisen, dass aufgrund der Sensorgröße die Schärfeleistung zum Bildrand hin abnimmt.

Bei den Mitutoyo undendlich korrigierten Objektiven trat dieser Effekt auf, weil sie nicht für diesen großen Bildkreis berechnet wurden. Das kann z.B. bei einer Übersichtsaufnahme, wo von links nach rechts alles scharf sein soll, stören.

Da ich gerne im RAW-Format fotografiere um später alle Möglichkeiten zur Optimierung habe, sind die Datenmengen, die daraus gewonnenen TiFF-Dateien sehr groß.

Von der RAW-Umwandlung in Photoshop bis über das Stacken in Helicon Fokus Pro, kann sich der Arbeitsablauf sehr in die Länge ziehen. Ich benutze dafür einen Leistungsstarken Rechner mit 16 Kernen. 2 Faktoren beeinflussen den Workflow:

Die Leistung vom PC und die der Programme wie z.B. Photoshop und Helicon Fokus.

Nach meiner Meinung nach nützt einem der leistungsstärkste Rechner nicht, wenn die Programme nicht entsprechend schnell arbeiten. Deshalb bin ich zum Entschluss gekommen, wieder auf die 16 Megapixel von Olympus umzusteigen. Die Bilder haben bei 300 dpi Druckauflösung eine Größe von ca. 30 x 40 cm. Das reicht für ca. 99 % aller Bilder in einem Mineralienmagazin.

Leistungsdaten Computer

Betriebssystem: Windows 10 Professional.

Prozessor: AMD Ryzen 9, 3950 X mit 16 Kernen.

Grafikkarte: AMD Radeon RX 6900 XT.

Mainbord: MPG X570 GAMING EDGE WIFI.

Arbeitsspeicher: DDR 4, 128 GB von Cosair mit 3200 Mhz.

Festplatte: SSD Samsung 980 Pro 2 T.

Meine Objektive

Laowa 100 mm f/2,8 2:1 Ultra Macro APO.

Laowa 25 mm f/2,8 Ultra Macro 2,5-5 X

Mitutoyo M Plan APO 10 X.

Mitutoyo M Plan APO 20 X.

Mitutoyo M Plan APO 50 X.

Raynox DCR-250 Macro als Tubuslinse.

Die Mineralienbilder

Siegenit Schwabengrube

Siegenit von der Schwabengrube, Müsen. Bildbreite: 6,5 mm.

Sammlung: Matthias Reinhardt. Aufnahmedaten: Kamera Olympus E-M5 Mark II, Objektiv Laowa 25 mm f/2,8 Ultra Macro 2,5-5 X bei Blende 4, 100 ISO, 1/60 Sec. und manuellem Weisabgleich. Gestackt aus 123 Einzelbilder bei Methode B.

Posnjakit Grube Alte Bunte Kuh_Niederschelden BB 2,1 mm Matthias Reinhardt 22-16-56 Reinha

Posnjakit von der Grube Alte Buntekuh, Niederschelden. Bildbreite: 2,1 mm.

Sammlung: Matthias Reinhardt. Aufnahmedaten: Kamera Olympus E-M5 Mark II, Objektiv Mitutoyo M Plan APO 10 X, 100 ISO, 1/15 Sec. und manuellem Weisabgleich. Gestackt aus 105 Einzelbilder bei Methode B.

Malachit Grube Vahlberger Zug_Rothemühle BB 8,5 mm Matthias Reinhardt 21-37-37 Reinhardt M

Malachit von der Grube Vahlberger Zug, Rothemühle. Bildbreite: 8,5 mm.

Sammlung: Matthias Reinhardt. Aufnahmedaten: Kamera Olympus E-M5 Mark II, Objektiv Laowa 100 mm f/2,8 2:1 Ultra Macro APO bei Blende 5,6. 100 ISO, 1/30 Sec. und manuellem Weisabgleich. Gestackt aus 76 Einzelbilder bei Methode B.

Erythrin Grube Alte Bunte Kuh_Niederschelden BB 1 mm Matthias Reinhardt 20-45-19 Reinhardt

Erythrin von der Grube Alte Buntekuh, Niederschelden. Bildbreite: 1 mm.

Sammlung: Matthias Reinhardt. Aufnahmedaten: Kamera Olympus E-M5 Mark II, Objektiv Mitutoyo M Plan APO 20 X. 100 ISO, 1/40 Sec. und manuellem Weisabgleich. Gestackt aus 538 Einzelbilder bei Methode B.

Kupfer Grube Alte Bunte Kuh_Niederschelden BB 4,3 mm Matthias Reinhardt 20-31-41 Reinhardt

Kupfer ged. von der Grube Alte Buntekuh, Niederschelden. Bildbreite: 4,3 mm.

Sammlung: Matthias Reinhardt. Aufnahmedaten: Kamera Olympus E-M5 Mark II, Objektiv Laowa 25 mm f/2,8 Ultra Macro 2,5-5 X bei Blende 4. 100 ISO, 1/15 Sec. und manuellem Weisabgleich. Gestackt aus 54 Einzelbilder bei Methode B.

Experten Tipp

Vor dem eigendlichen Fotografieren, sortiere ich die Fotostücke alle unter dem Binokular nach den entsprechenden Bildbreiten der einzelnen Objektive. Die Bildbreite am Mikroskop und Objektiv habe ich vorher ausgemessen. Dem entsprechend ordne ich die Fotostücke den Objektiven zu. Siehe Beispiel Foto. Das ständige An- und

Abschrauben der Objektive wird vermieden.

Matthias_2_Reinhardt.jpg

Unter dem Binokular wird der richtige Aufnahmewinkel des Kristalls gesucht und auf einem Kugeltisch fixiert. Danach wird eine neutrale Diffusorfolie als Ringform auf die ausgesuchte Stelle gestellt. Unter dem Balgengerät wird das Fotoobjekt ausgeleuchtet. Die neutrale Diffusorfolie sorgt für ein weiches Licht.

Stand Januar 2023
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